Häufig gestellte Fragen über Visagistenausbildung, Visagistenschule, Werdegang zum Make-up Artist
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Visagist/in werden: wie geht das? |
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Um diese Frage zu beantworten sollte man vielleicht zuerst kurz diesen „Berufzweig“ definieren.
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Eine Visagistin/ einen Visagist kann z.B.: - selbständig in eigenem Geschäft arbeiten, Kunden fachlich perfekt beraten, schminken und schulen für die verschiedensten Anlässe (Tages-Make-up, Abend-Make-up, Hochzeit und Fotoaufnahmen). Dies kann man in einem Make-up-Studio, in einem Kosmetik- oder Friseursalon wie auch in Wellness-Centers oder Fotostudios - In Drogerien, Parfümerie, Apotheken Kunden fachlich beraten - mit Fotografen, Werbeagenturen oder Designer zusammenarbeiten und z.B. für Fotoshooting oder Modeschauen Modelle schminken - für Kosmetikfirmen für Promotion eingesetzt werden, im Außendienst tätig oder bei der Entwicklung von Produkten und Trends mitverantwortlich sein - Für Zeitungen und Illustrierte als Berater/in tätig sein - bei Film- und Theaterproduktionen arbeiten - für Firmen Seminare und Schulungen anbieten - und und und... die Liste könnte Bücher füllen! Gemeinsam an alles ist es aber die
Tatsache, dass dazu mehrere Faktoren eine Rolle spielen: |
Visagist(in) wird man nicht durch einem Diplom:
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Der Beruf erfordert Vielseitigkeit, Perfektion, Ausdauer, Mut, Liebe zu Details und handwerkliches Können. Jede Kunst basiert auf Handwerk, und dies sieht eine solide und praxisorientierte Ausbildung vor. Eine Basisausbildung zum Kosmetiker/in oder/und als Friseur/in ist nicht zwingend erforderlich aber in jedem Fall von Vorteil, denn ein/e Visagist/in sollte Haut und Haar beurteilen können. Auf dieser Basis aufbauend folgt der Besuch einer Visagistenschule. Die Ausbildungsdauer variiert von Kurz- über Fern- bis zur Vollzeitausbildung. Wichtig ist es, dass das gesamte Wissen dieses umfangreichen Arbeitsgebietes angeeignet wird: vom Tages-Make-up und den Grundlagen des Schminkens (Gesichtsformen, Akzente setzten usw.) bis zur Camouflage, Bühnen- und Laufsteg- sowie Foto-Make up. Zum Beispiel muss die Wirkung von Kunstlicht auf Farben bekannt sein und diese Kenntnisse müssen gekonnt umgesetzt werden können. Auch die Farbenlehre Goethes, die Ausführungen von Max Lüscher und Prof. Itten sollten neben Form- und Typenlehre sowie Kenntnisse in Persönlichkeitsanalyse Inhalte einer soliden Grundausbildung sein. Fantasy-Make-up, Facepainting und Bodypainting vervollständigen diese „Grundausstattung“. Den Beruf „Visagist/in“ gibt es leider offiziell gar nicht: dies bedeutet, dass weder eine Ausbildungsverordnung noch Zulassungskriterien vorhanden sind. Jeder, der es möchte, kann als Visagist/in arbeiten oder sich so nennen. Und sogar ausbilden! Wie erkennt man eine gute Schule? Vergleichen Sie Inhalte, Dauer und Kosten. Fragen Sie nach und achten Sie auch auf die Details: wer bildet aus? Wie groß sind die Teilnehmergruppen? Ist der Aufbau logisch und nachvollziehbar? Lassen Sie sich beraten: ist das, was versprochen wird realistisch? Eines muss aber betont werden: ganz gleich wie die Ausbildung war, mit oder ohne wohlklingendem Zertifikat, dies ist erst der Anfang. Der Arbeitsmarkt sucht Profis und nicht Diplomvisagisten! Fotoproduktionen bei Magazinen sind z.B. sehr kostenaufwendig. Die Arbeit muss sitzen, jeder Farbeneffekt muss beherrscht werden, die Lichtverhältnisse am Ort, aber auch die Art von Druck und Layout müssen berücksichtigt werden. Und da Zeit Geld ist, muss auch flott und sicher gearbeitet werden. |
Aber: wie kommt man soweit?
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Wie füllt man die Lücke zwischen Ausbildung und dem Zeitpunkt, wo man den nötigen, guten Ruf hat? Wann wird man endlich von potentiellen Auftraggebern ernst genommen? Die beste Lösung ist – nach der Ausbildung – eine Stelle in einem etablierten Make-up-Studio als Pratikant(in) anzunehmen. Dafür gibt es zwar nicht viel Geld, aber eine ganze Menge Erfahrungen und Kontakte. Wichtig ist es, sich dementsprechendes Know-how anzueignen. Das erarbeitete Wissen wird praktisch angewandt und umgesetzt. Eine andere Alternative wäre, in
einem großen Kosmetikstudio oder Friseursalon zu arbeiten, und damit
langsam Sicherheit und Erfahrung zu sammeln. Kontakte mit Fotostudios sind
ebenfalls eine hilfreiche Möglichkeit. Mit Mut und Eigeninitiative können
so langsam Beziehungen aufgebaut werden. Ist es dann soweit ist, kann mit Agenturen zusammengearbeitet werden. Diese verlangen aber bereits eine gewisse Basis: Sie sollten etwas haben, was Ihr Können belegt: eine Fotomappe, in der Sie Ihre Leistungen dokumentieren, vielleicht Zeitungsberichte und: Qualifikationen die Sie langsam wie oben erwähnt im Laufe der Zeit erwerben und sammeln konnten. |
Kein Meister ist vom Himmel
gefallen: wenn alle bis hier aufgeführten Faktoren bei Ihnen zusammen
kommen,
haben Sie reelle Chancen in einem Beruf weiterzukommen, der für
viele der Traumberuf schlechthin ist!
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